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Luxkalif Seite 9

Nach dem Ausflug in die Heim -Sendetechnik wende ich mich wieder den alten Radios zu, das Senderlein funktioniert sehr gut, Nachbau oder Kauf des kompletten Bausatzes kann ich weiter empfehlen. Kurz und gut: Was die Amis bauen (oder bauten) funktioniert. Und haben noch das Glück in einem wesentlich liberaleren Land zu leben, was die Verwendung der Technik angeht. Bei uns ist ja inzwischen alles total bürokratisiert, ein Grund warum Europa sich generell auf dem absteigenden Ast befindet. Es ist schon unglaublich, was sich die EU-Bürokraten alles so erfinden. Nur ein kleines Beispiel: Ich betreibe Landwirtschaft, Olivenanbau und Holzwirtschaft. Seitdem es wirklich frischgepresstes Olivenöl gibt, weiss jeder, das die beste Qualität der Most ist, also ungefiltertes kaltgepresstes Olivenöl. Das haben die verboten, es darf nicht mehr verkauft werden. Eine völlig idiotische Reglementierung, die "Gott sei Dank" hier bei uns niemand kümmert. Den Most gibt es bei uns seitdem es hier Olivenbäume gibt und Kenner des Olivenöls wollen natürlich den frischgepressten Most. Inzwischen strangulieren diese "EU-Kamikaze-Bürokraten" auch die Frantoie, also die Presswerke. Sie wollen mich zwingen, das nur sie (aufgrund der EU-Reglementierungen) die Flaschenabfüllung durchführen dürfen und natürlich nur gefiltertes Olivenöl abgefüllt wird. Darauhin habe ich investiert und mir eine eigene (gebrauchte) Pressmühle zugelegt. Damit schliesse ich den Zyklus meiner Olivenöl Produktion, presse selbst und fülle selbst ab, immer in neue Flaschen oder Edelstahlbehälter je nach Kundenwunsch. Das machen inzwischen viele hier und die Presswerke haben jetzt die Krise. Die EU beweist einmal mehr die perfekte Organisation zur Arbeitsplatzvernichtung zu sein. Was diese Leute nicht bedenken ist, das Bauern sich wehren, und immer einen Ausweg finden, wenn sie wollen. In diesem Falle ist für uns das Problem wieder einmal gelöst. Wir machen das was WIR wollen und was die KUNDEN von uns wünschen. Das nennt man glaube ich marktorientierte Wirtschaft. Aber das kapieren die in Brüssel auf ihren beheizten Bürosesseln nicht. Schade das wir diese Leute auch noch aushalten müssen, das ist völlig weggeworfenes Geld, aber unsere Regierungen sind nun einmal Fans organisierter Arbeitsplatzvernichter. Das ist noch nicht einmal strafbar!
Beenden wir den kurzen Politausflug und wenden wir uns den alten Radios zu, positiv ist, das das Sammeln und Reparieren alter Radios noch nicht verboten ist, kein Angst, das kommt auch noch!

Merke: Im bürokratisierten Europa ist grundsätzlich alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist!



 

Lieblingsradio meiner Frau in der Küche, das Gerät dudelt den ganzen Tag, ein US-Philips Bi-ampli Stereo-Röhrenradio mit Endstufe 2 x EL84. Das Gerät ist enorm empfangsstark auf UKW, MW und KW, die Lautsprecher haben 800 Ohm Impedanz, der Stereodecoder ist bereits ein Transistorteil, die Stereoanzeige habe ich durch eine grüne LED in E10 Fassung ersetzt (Eigenbau). Das magische Auge (EM85) ist inzwischen durch ein Original Neues (aus russischer Produktion) ersetzt. In der damaligen Zeit hatten nur die US-Geräte den UKW Bereich von 87.5 Mhz bis 108 Mhz, in Europa endete das oben entweder bei 100 Mhz oder 104 Mhz.

 
Das alte Gerät ist von Kapsch-Wien und nennt sich hier die Lyra, Originalname Belaphon, schönes Radio mit 21-iger Loktal-Röhrensatz. Das seltene magische Auge (Abstimmanzeige) hat perfekte Leuchtkraft.



Kleines Ensemble verschiedener Radios: Von links nach rechts: Lorenz UKW Vorstufenempfänger, ein kleiner sehr schöner Franzose (ein wirklich seltener Starlet 30) und zwei kleine Amerikaner.



General Electric World Monitor, 17-Transistor Radio, UKW mit AFC, MW, LW und KW in 2 Bändern. Eines der besten GE Transistorgeräte aus den 60-iger Jahren.



Toshiba aus Japan, da drunter ein GE mit Klappskala (Batterieröhren) und der kleine Westinghouse "Kühlschrank" mit Oktalröhren. Links ein Netzteil für 230V und 120V zum Testen alter US-Empfänger.

Oftmals hat man lose Röhren ohne Schachtel herumliegen, ein Forum Teilnehmer (A-Freak) hat da eine schöne Schachtel entworfen, die ich hier einstellen werde, falls sich jemand selbst VPE für Röhren basteln möchte. Jedenfalls ein gelungenes Design!
 



Lasse die Vorlage extra gross zum abspeichern und zum Ausdrucken.

Stelle hier weitere extragroße Vorlagen für Batteriekartons ein, wie diese in alten Röhrenradios verwendet wurden, einfach anklickern und runterladen, Größe nach Geschmack ausdrucken.

 

 
  











 




 






 



Viel Vergnügen beim Basteln!


Auf diesen Seiten darf natürlich ein kleiner MW-Sender mit Röhre nicht fehlen.
Habe heute einen kleinen Oszillator gebaut mit der Röhre 117L7, der mit 1,5 m Antenne sauber die halbe Wohnung bereits abdeckt. Die Schaltung aus den USA (copyright siehe Schaltbild!) funktioniert begnadet. Simpel, simpel, simpel! Und man hat für die alten Radios wieder die Mittelwelle wieder zum Leben erweckt. Das Ganze funktioniert mit einem 230V- 120V Trenntrafo ( 15-20 Watt reichen).
Die 117L7 hat 117 Volt Heizspannung und die gleiche Wicklung dient auch zur Anodenspannungserzeugung, da die zulässige Ufk der Röhre bei 330V liegt. Bei Betrieb stellen sich dann 135 Volt als Ua ein. Eine Röhre mit 2 Systemen im Glaskolben: Gleichrichterdiode und und Endpentode als Sender. Der Pentodenteil ist recht kräftig, das ist also ein ziemlich starker Oszillator, schätze ich einmal!
Vorab schon einmal die Foto vom heutigen Test:
 



 


 
 


 



Mit dem Finger am NF-Eingang hört man den Sender deutlich im Radio bei circa 1000 Khz. Die genaue (gemessene) Frequenz mit den verwendeten Bauteilen liegt bei exakt 1080 Khz.

Jetzt die Schaltbilder, zuerst das Original Schaltbild aus den USA und danach mein modifiziertes Schaltbild mit den deutschen Erklärungen.




Das Originalschaltbild! Und ein Verweis auf Phil Nelson´s Homepage in den USA: Lohnt sich zu stöbern:

http://antiqueradio.org/index.html


 



 

OK, folks that´s it! Viel Spass beim Nachbauen und röhriges Glühen der alten Radios auf der totgelegten Mittelwelle! Wir finden immer eine Lösung!

Für den Nachbau des Senderchens stelle ich hier noch einige Detailaufnahmen ein, da könnt ihr dann die Verdrahtung im Einzelnen studieren. Man sieht auch sehr schön den roten Punkt auf der AES-Spule. Damit kann man die Spulenanschlüsse perfekt ermitteln.











Hier im Bild der rote Punkt auf der Oszillatorspule!


 
 


Verdrahtung des Oszillators, man beachte den roten Punkt!


 

120V Anschluss für Heizung und Anodenspannungserzeugung.












 
Der kleine Sender hat circa 90mW Leistungsaufnahme DC, die sendeleistung schätze ich ist etwa 1/3, also circa 30mW Sendeleistung.
Zum Abschluss: Das Senderlein funktioniert mit jeder MW-Oscillatorspule, ich stelle hier ein Beispiel ein. Solche Spulen sind Cent-Artikel in den USA, müssten aber auch hier in Europa zu finden sein. Ausbau aus einem alten Schrottradio oder einmal in der Grabbelkiste suchen! Jedenfalls muss man beim Nachbau keine Angst haben, dieses primitive Senderchen bekommt man immer zum Laufen und hat damit wieder seinen alten Radios im Heim zum Leben erweckt.
Viel Spass bei der eigenen Programmgestaltung!
 


Typische Schaltung einer Oscillatorspule mit Anschlussbild
 




Diese Spulen sind winzig klein wie man sieht, erfüllen aber perfekt ihren Zweck!
 



Die Spule ist etwa 3cm hoch, im Durchmesser circa 15mm!

Habe heute das Senderlein mit einem Transistorradio in FM moduliert, also den NF-Ausgang des Radios auf das Gitter 2 (Modulationsgitter der 117L7) geschaltet und ca 1,5m Antenne angeschlossen. Der Empfang  ist fast überall klar im Haus, allerdings mag der Sender die Heizung als Antenne nicht, das Signal verschwindet sofort, will heissen, für diesen Sender ist die Heizung wirklich die Erde und nicht eine Antenne wie beim Sender AM 1 (siehe vorige Seiten)----Änderung des Textes: Neue Versuche ergaben, das die Heizung sehr gut funktioniert als Antenne. Es ändert sich lediglich die Frequenz von 1080 auf 1070Khz! Mit dem neu gebauten Modulator (Röhre 6J7) dröhnt das Senderlein jetzt durch das ganze Haus und ist in der Leistung dem Transistorsender AM1 durchaus ebenbürtig!Auch muss die Röhre kräftig moduliert werden, das Transistorradio musste ich schon 2/3 aufdrehen, bevor es dann verzerrte. Eindeutig wäre die Verwendung einer Modulatorvorstufe für die 117L7 sehr praktisch und anzuraten. Diese Modulatorstufe ist jetzt gebaut, siehe unten! Aber auch so funktioniert der kleine Sender hervorragend. Wie bereits angegeben ist seine genaue Frequenz 1080Khz mit den von mir verwendeten Bauteilen. Ich habe dann das Ganze auf dem Balkon montiert und die Reichweite im Freien ausprobiert mit circa 4 m Antennendraht frei hängend, dann beträgt die Reichweite circa 400-500 m, allerdings lebe ich auch in einer relativ unverseuchten Gegend in den Bergen.
 




Hier ein Bild des modulierten Kleinsender in meinem Studio. Rechts geht die Antenne ab (schwarze Litze circa 1,5 m lang), Stromversorgung des Senders 120V aus dem Trafo, und 7,5 Volt für das Transistorradio.

Ok, hier die neuen Schaltbilder, Senderstufe und Modulatorstufe und Fotos des kompletten Kleinsenders auf Mittelwelle:
 



2 Bilder des Kleinsenders mit der Modulatorstufe 6J7!

 



Modulatorstufe des Kleinsenders mit der 6J7. Benötigt wird ein zusätzlicher Heiztrafo 6,3 Volt. Ich verwendete einen Spartrafo 115 Volt mit 6,3 V Anzapfung. Dieser wird aus dem 120Volt Trafo der Senderstufe versorgt. Die Anodenspannung bezieht der Modulator vom Sender.
 







Schaltbild des Kleinsenders, der Siebwiderstand wurde von 10K auf 4,7K geändert und der neue Modulatoreingang gezeichnet.