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Luxkalif Seite 18

Neues Projekt, Neue Seite! Der Lucky Sixpack!

Zusammen mit Freund Obelix entstand das Spassprojekt E180F Verstärker! Ein NF-Verstärker mit dieser Röhre?
Das funktioniert, etwas verrückt die Idee, aber betreibt man diese in Triodenschaltung und in PP Klasse A kommt man auf verträgliche Werte für den Anpassungswiderstand des Ausgangsübertragers (ca. 20 Kohm). Obelix probierte es aus und es funktionierte auf Anhieb, nur war die Leistung nicht berauschend. Also meine Idee: Warum nicht einen PPP-Verstärker damit bauen, also 4 Stück E180F in der Endstufe, eine E180F als Phasendreher und eine E180F als Vorverstärker, so wurde der Sixpack geboren. Eine Wortschöpfung von Obelix und ich baute ihn auf mit seiner Platine, montierte das Ganze auf einer Zigarettenkiste aus Dubai (Lucky Strike) und so wurde der Lucky Sixpack geboren. Mit dieser verstärkten Endstufe macht das kleine Teil dann schon richtig Lärm im Zimmer, flugs noch eine Aussteuerungsanzeige hinzugefügt. Als Röhre kam dafür nur eine EAM86 in Frage, die die gleiche Baugrösse der E180F hat. Als Ausgangsübertrager verwendete ich einen PP Übertrager aus einem alten B&O Radio, der hat einen Raa von 8 Kohm und secundär 3,5 Ohm für den Lautsprecher, der Wert ist nicht optimal, besser wären 10 Kohm oder 11Kohm, aber den hatte ich nicht. Aus Lautsprecher Restbeständen dann schnell eine kleine 2 Wegebox gezaubert mit 4 Ohm Anschlusswert und alles lief perfekt. Das Ergebnis ist sehenswert und auch vom Klang überzeugt der kleine Triodenverstärker. Obelix zauberte dann auch die kleine Platine für die EM84 oder EM87, die ich dann für die EAM86 umbaute. Inzwischen entwickelt er eine Originalplatine für die EAM86. Natürlich kann man mit dem kleinen Verstärker keine Diskothek beschallen, aber in einem normalen Zimmer ist er schon ganz schön laut, und wenn man wie ich empfindliche Ohren hat und an laute Musik nicht gewöhnt ist reicht seine Leistung völlig aus. Jedenfalls ist es eine andere Lösung als diese ganzen langweiligen Kisten mit EL84 usw. und ausserdem klein und kompakt. Und nach den Nuvistorverstärkern wollte es einfach eine "glühende" Lösung. Die 6 Stück E180F ziehen ganz schön Saft, bei 6,3V Heizung wollen sie 1,8 A Heizstrom, die Ua beträgt 160V, mehr halten die G2 nicht aus und der Anodenstrom pro Endröhre liegt bei circa 13,5mA bei circa 1,9 V am gemeinsamen Kathodenwiderstand aller 4 Endröhren bzw. 10,5mA pro Röhre bei circa 2,0 bis 2,1 V am Kathodenwiderstand. Die E180F hat eine relativ hohe Steilheit, wenig Änderung des Kathodenwiderstandes hat sofort ein deutliche Änderung des Anodenstromens zur Folge. Mit der Platine von Obelix gab es keine Probleme, keine HF Schwingungen des Verstärkers sondern ein absolut stabiles Arbeiten, sofern man es mit der Gegenkopplung (Gk) nicht übertreibt. Der Wert 1 Kohm für die Gk ist ein Richtwert und hängt vom verwendeten Übertrager ab. Das Netzteil ist einfach aufgebaut, Trafo, Gleichrichter, 2 dicke Elkos (der Wert ist nicht kritisch) und ein Siebwiderstand. Weitere Hinweise zum Nachbau sind im Schaltbild. Bei Änderung der Gittervorspannung der Endröhren ( zwischen 1,9V und 2,1V, das ist der beste Arbeitspunkt in Klasse A) muss natürlich auch jedesmal die Anodenspannung angepasst werden, über 160V darf sie nicht gehen an den Anoden, mit dem Rv stellt man das dann feinfühlig ein. Ansonsten riskiert man eine Überlastung der Endröhren, bei den von mir angegebenen Werten liegt man aber noch auf der sicheren Seite. Es gab an anderer Stelle in einem Forum eine Diskussion darüber, das diese Röhre eigentlich mit +9 V am Gitter zu betreiben sei und die negative Gittervorspannung dann durch eine Spannungsdifferenz herzustellen sei zwischen Kathode und  Gitter 1, weil die Röhre dann stabiler funktioniert. Ok, so steht das im Datenblatt der Hersteller, das ist für mich aber keine heilige Bibel und solange es Einstellkurven gibt, benutze ich diese und wenn es dann auch noch problemlos funktioniert, reicht mir das aus, wie auch die Lösung mit dem gemeinsamen Kathodenwiderstand in der Endstufe, ein weiterer Kritikpunkt der Theoretiker und Datenblatt Krümelmonster. Kritisieren tun sie alle sehr gerne und sehr schnell, aber selber bauen ist dann Ende Gelände bei diesen selbst ernannten Fachleuten. Funktionieren tut es einwandfrei und stabil, da läuft keine Arbeitspunkt weg, vielfache Messungen meinerseits haben das bestätigt. Die E180F ist eine eng tolerierte Langlebensdauer Röhre mit zwischenschichtfreier Kathode, die Exemplarstreuungen sind sehr gering, in der hier gezeigten NF-Anwendung ist diese Röhre auch nach Hunderten von Betriebsstunden noch auf dem eingestellten Arbeitspunkt festgenagelt. Da passiert absolut nichts. Das ist keine armselige Radiokrücke wie eine EL84. Wer die E180F original nicht hat oder wegen ihres Preises sie nicht verwenden will kann als direkten Austausch die amerikanische 6688 verwenden. Auch russische Röhren sind geeignet, wie z. B. die 6j9p. Aufpassen aber, diese Röhre ist sehr ähnlich aber doch nicht gleich der E180F, da muss der Arbeitspunkt neu berechnet und eingestellt werden. Genug geschrieben , hier als Erstes die Schaltung:
 



Als Trimmer verwendete ich eine 10-Gang Drahttrimmer von Bourns, 0,75 Watt, damit lässt dich die Uk sehr genau einstellen, die angegebenen Spannungswerte in der Vorstufe sind unkritisch und als Circawerte zu betrachten, die Ua an den Anoden der Endröhren darf aber nicht überschritten werden




Hier leuchten sie schon die E180F Röhren, sie haben eine beeindruckend breite Kathode, die Platine hat die Abmessungen 100mm x 70mm, baut also schön klein





Der fertige kleine Verstärker auf der Lucky Strike Holzkiste, die Netzteilplatine hat 100mm x 50mm, links die kleine Platine mit der EAM86




Die EAM86 Aussteuerungsanzeige auf einer umgebauten Platine für eine EM84/85/87, die erforderlichen Änderungen sind gering, die Abmessungen der Platine sind 50mm x 36mm, an dem Verstärker ist alles mini. Die EAM86 hat die gleichen Kolbenabmessungen der E180F und passt daher vom Design perfekt




Schnell zauberte ich noch eine kleine 2-Wegebox mit 4 Ohm Impedanz aus Restbeständen in einem Schmuckkästchen, die im Baumarkt hier für weniger als 3 Euro zu bekommen sind
 

Nachdem das Projekt so perfekt funktioniert, überlegte ich mir damit einen UKW Empfänger aufzubauen, also benötige ich einen UKW Tuner, den ich noch nicht habe, da er natürlich mit Röhren sein soll. Aber die Teile sind schon in der Post, dank Petzi (Danke schön und Gruss auch von diesen Seiten nach Lüttow!). Der Tuner besteht aus dem Empfangsteil mit ECC85 und dem ZF Verstärker mit 2 ZF Stufen EF89, Rauschunterdrückung mit EF80 und Diodengleichrichter mit EAA91, also ein Spitzenteil, hergestellt einst von Gerufon. Davon dann später, sobald ich das aufgebaut und zum Laufen gebracht habe, als besonderen Kick bekommt der Tuner dann noch eine Abstimmanzeige mit EM84!
Aber eine Zwischenlösung musste gefunden werden. Im Keller lag noch eine alte UKW Platine mit Transistoren und 2 Chips, noch mit diskreten Bauteilen bestückt, keine von diesen verzerrenden 1 Euro One Chip SMD Krücken, sondern noch mit TEA5570 aufgebaut und 2 HF Transistoren und die funktionierte sehr gut. Ein weiteres Schmuckkästchen wurde zum Empfängergehäuse umgebaut, eine grosses Tellerrad von einem Uralt Schlachtradio ist die Abstimmung, durch den grossen Durchmesser lässt sich dadurch sehr feinfühlig abstimmen, und die Stromversorgung wird aus der 2. Heizwicklung der EAM86 gewonnen. Bei der geringen Stromaufnahme reichen 6,3 V AC aus, der kleine LM317lz t zaubert daraus 4,5 V  DC und mit 2 Stück 1000 uf Elkos auch brummfrei. Noch eine kleine Stabantenne und ein altes 5 poliges Diodenkabel für die Verbindung Tuner-Verstärker und das UKW Radio war geboren.
 




Die kleine verwendete UKW Platine für die Zwischenlösung, der Diodenausgang war vom Signal her zu schwach so verwendete ich den Lautsprecherausgang für das NF Signal



Und so sieht der fertige "Tuner" aus




Und so die fertige kleine Anlage

Fortsetzung folgt!




Hier ist die Anlage jetzt in ihrer Ecke im Regal eingestellt




Und hier mit Hintergrundbeleuchtung
 
Andere Baustelle:
Zwischendurch bastele ich am Geburtstagsgeschenk für meine Frau, im September muss alles fertig sein.
Sie bekommt für ihr Arbeitszimmer eine Stereoanlage, aber nicht dieser moderne Plastikmüll aus der Billig-Massenfertigung sondern eine stilechte Lösung, bestehend aus dem Stereochassis Grundig CS200: Stereo-UKW Radio und Stereoendverstärker mit 3 kleinen selbstgebauten Boxen, in denen sich Isophon Papptröten befinden. Das Stereochassis kam halb zerstört an, ich erspare den Lesern aufzuzählen, was die Transportindianer alles zerdeppert haben obwohl das Radio sehr gut verpackt war, aber der Stereodecoder ist nicht mehr reparierbar, in dem hat es die Spulen zerrissen. OK, ein neuer kleiner Decoder ist schnell gebaut, aber wenigstens das Hauptchassis konnte gerettet werden, auch wenn die Skala ihren Knacks behalten wird, aber alle Wellenbereiche funktionieren wieder sehr gut (teilweise Spulen wieder repariert und neu eingeklebt), ein paar der üblichen Verdächtigen gewechselt (Ko's und Widerstände in der Endstufe) und das Chassis gereingt, gerissene Platine nachgelötet mit Silberdraht. Die obere Abdeckung wird eine Plexiglasplatte. Bei dem Radio lohnt es sich hinein zu sehen. Die Röhrenbestückung ist: ECC85, ECH81, EAF801, ECC83, ELL80 und EM87 plus Stereodecoder, den ich demnächst bauen werde. Dazu verwende ich einen Decoder mit Chip dessen Abmessungen circa 70mm x 70mm sein werden und der mit der gleichgerichteten Heizspannung der Röhren versorgt wird. Das Gehäuse ist bereits im Rohbau fertig, fehlen noch die Feinarbeiten, schleifen und ölen.




Chassis von oben, das mit Plexiglas abgedeckt wird, im Bereich der Endröhre werden dann Bohrungen für die Wärmeabfuhr sorgen




Blick auf die HF-Platine, die mit dem roten Punkt gekennzeichneten Spulen mussten repariert und neu verklebt werden, auch das Tastenaggregat musste repariert werden, dort waren teilweise die Druckfedern herausgefallen, das europäische Postsystem sorgt regelmässig für ausreichende Transportschäden




Langsam wird alles gut, nur der Riss in der Skala rechts unter dem Drehknopf ist nicht reparierbar, das neue Gehäuse im Rohbau


Heute weiter gebaut am Gehäuse, befinde mich jetzt in der Endphase. Es fehlt noch der Feinschliff und danach die Behandlung mit Natur-Holzöl. Den Trafo habe ich abgedeckt, der sah mir unter Plexiglas zu hässlich aus, die Plexiabdeckung order ich morgen. Die Luftzirkulation müsste ausreichend sein, die ELL80 hat einen zusätzlichen Ausschnitt und die Plexiabdeckung ist um 5 mm höher gesetzt und wird damit bündig zu den oberen Holzleisten. Also Luft hinten rein und seitlich oben wieder raus = natürliche Konvektion.











Während ich darauf warte, das der neue Stereodecoder eintrifft, habe ich beschlossen, das Gerufon- Lucky Sixpack Projekt zu beenden. Der kleine E180F PP amp sollte einen echten FM Röhrenempfänger bekommen mit magischem Auge als Abstimmanzeige. So entstand dann ein 13 Röhrenempfänger mit einer PP Endstufe. Und es funkzioniert so gut, das ich bereits darüber nachdenke, auch hier das MPX Signal auszukoppeln und einen Stereodecoder einzubauen. Der Gerufon 58W Tuner hat eine gemischt induktive-kapazitive Abstimmung mit ECC85, ein wirkliches Unikum! Der ZF-Verstärker hat 2 Stufen mit EF89, eine Rauschbegrenzerstufe mit EF 80 und den Ratiodetektor bestückt mit EAA 91, ich fügte eine EM85e als Abstimmanzeige hinzu, also insgesamt 6  Röhren im Empfängerbereich, hinzu kommen 7 Röhren im NF-Bereich: 6 x E180F und eine EAM86 als Aussteuerungsanzeige, also insgesamt 13 Röhren.
 




Hier das Schaltbild des alten Gerufon58W, gebaut 1958




Der alte Tuner mit Kupferblechchassis und ECC85, 2 Abstimmplatten drehen vor 2 Silberdrahtspulen eine wirklich faszinierende Abstimmlösung für den UKW Bereich




Der Zf Verstärker mit Rauschbegrenzer und Ratiodetektor, Röhrentechnik pur!




Das Innenleben des Zf Verstärkers auf einem Kupferblechwinkel montiert




Und hier das Resultat, Empfänger unten und der Lucky Sixpack oben montiert. Das Radio funktioniert selbst mit einer Behelfsantenne begnadet gut
 

Fertigstellung des Grundig Chassis CS200 wie Modell Como bzw. Mandello:
Letzte Feinarbeiten, habe die Plexiabdeckung gebohrt und montiert und den kleinen Decoder noch einmal abgeglichen mit der neuen Zimmerantenne, einem FM Dipol aus England für 5,- Euro, der aber sehr gut funktioniert am Radio. Über 90% der Sender trennt dieser jetzt rauschfrei in ein sehr gutes Stereosignal, damit kommt das Radio ins Regal mit seinem beiden kleinen Selbstbauboxen und das Projekt ist abgeschlossen.














Hier sieht man sehr schön, wir klein der Decoder baut
 
Inzwischen steht die Stereoanlage im Arbeitszimmer meiner Frau. Es ist ein Geburtstagsgeschenk und jetzt kann sie ihren Lieblingssender auch in ihrem Arbeitszimmer jederzeit in guter Qualität hören.




 

Auch ein neuer UKW Empfänger hielt Einzug bei mir und wurde mit einem zweiten sixpack Verstärker gekoppelt. Das kleine Empfängerbauteil ist der Graetz UK83W aus den Jahren 1952 bis 1954, der mit den Röhren ECC81 und 2 x EF41 bestückt ist. Ein sehr schönes und sehr frequenzstabiles Bauteil.
 





Arbeitsfortschritt am Nixie Voltmeter:
Das Gerät funktioniert und ist in der Messung auch sehr genau. Der Eingang ist sehr sensibel und hochohmig. Die Messbereiche sind 1V, 10V, 100V und 1000V DC. Eine Bereichserweiterung für AC und Ohm ist bereits in Arbeit. Aber zuerst einmal baue ich das Gehäuse fertig und danach die Frontabdeckung in klarem Plexiglas. Natürlich ist das ein reines Spassprojekt, ein Multimeter kauft man für wenig Geld, aber ich wollte einmal ein Messgerät mit Nixie Anzeigen haben. Und diese Idee habe ich umgesetzt, mit alten obsoleten Chips aber ohne Programmierung funktioniert es.
Hier die Bilder vom Arbeitsfortschritt, die Achsverlängerungen und Kuppelbuchsen sind schon gedreht, inzwischen auch gebohrt und befestigt, die Beschriftung komplettiere ich noch.
 




Messbereich 100V an einer 9 V Batterie. Sehr gefallen mir die 12 V Lampen, die nur mit 5 V betrieben werden. Die Dezimalpunktanzeige hat damit die gleiche Leuchtfarbe wie die Nixie Anzeigen.
Orange LED finde ich dagegen echt fade.




Gleiche Batterie am 10 V Messbereich




Aufbau des schrägen Pultgehäuses




Heutiger Arbeitsfortschritt, unter der Zwischenplatte ist genug Platz für die Bereichserweiterungen, alles wird fein verschraubt, ist also alles demontierbar
 

Projektabschluss: Es ist alles verdrahtet und zusammengebaut, Gehäuse noch ölen und ein bisschen Beschriftung unter der Plexiabdeckung. Das Messgerät funktioniert sehr gut, Im DC-Bereich ist es sehr genau, im AC-Bereich habe ich bei der Netzspannung von 230 V, die hier sehr schwankt, einen Fehler von circa 1 V in der Anzeige, aber auch ein modernes DMM schwankt dauernd in der Anzeige. In niedrigeren AC Bereichen ist die Abweichung zwischen DMM und Nixiegerät im Zehntel-Voltbereich, also völlig ok die Anzeige. Den Ohmbereich muss ich noch einbauen, habe aber wenig Zeit vorläufig und komme jetzt wenig zum Basteln, der Ohmnbereich ist ja schon gebaut, muss lediglich kalibriert werden.
















Das fertige Gerät