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Luxkalif Seite 15

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Kleines Nebenthema: Meine Frau sammelt elektrische Uhren, ich habe seit langer Zeit nur eine Uhr: Eine Hamilton von 1978, rein mechanisch, unverwüstliche Qualität da nach MIL Standard gebaut, in diesem Falle von der US Air Force und natürlich mit Leuchtzeigern und schwarzem Lechtziffernblatt. Die Uhr hält sogar den Vibratonen auf dem Trecker stand, das Leuchtmaterial (natürlich radioaktiv) heisst H3 und das Zeichen für Radioaktivität ist ebenfalls vorhanden. 2 Mal pro Tag regelmässig aufziehen aber nicht bis zum Anschlag, mit Gefühl bitte. Gangreserve hat sie für circa 36 Stunden. Ich liebe einfach Qualitätsarbeit und nicht diesen Konsumschund von heute.




Man sieht, die Uhr wird täglich gebraucht, Kratzer auf dem Glas und so manchen Schlag hielt sie schon aus.

 
Schrottradio Endphase:
Nach sehr vielen Versuchen mit verschiedenen Ferritantennen und Rahmenantennen blieb ich letztendlich bei der ersten Wahl, die alte Rückwandantenne der GE aus den 40-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts hat mit Abstand die beste Empfindlichkeit und so wird der gewachste Pappkarton mit dem Wickel als Rückwand des Radios eingebaut werden. Ich habe heute 21 verschiedene Antennen ausprobiert, Ferritstäbe hauptsächlich und Rahmenantennen, der alte GE Wickel bringt einfach erstaunliche Ergebnisse, das muss wohl mit dem Eingangskreis des Radios zusammenhängen, ein Serienkreis mit der "loading coil" und diese kleine Antenne bringt mir abends 8 Sender klar und deutlich rein. Also bleibt es dabei und jetzt fehlen nur noch die Feinarbeiten am Gehäuse mit der oben liegenden Skala.
 


 

Die Rückwandantenne, for best performance always use General Electric!



Rückansicht mit den eingebauten Netzteilen und der RJ12 Buchse, an der der kleine Steckertrafo angeschlossen wird. Alle Teile sind aus der Schrottkiste, die Elkos, Kühlkörper und selbst einige Halbleiter sind aus Platinenausbau

Jetzt muss ich mir nur noch einen Namen für das Radio ausdenken!


Auf Wunsch hier die Abmessungen und Daten der verwendeten Antenne, der Flachwickel ist auf gewachstem Presskarton befestigt:
 




 



 
Die Antenne wurde als Ersatzteil für GE-Radios verkauft



 
 Langsam geht es voran, rechts im Bild das kleine Steckernetzteil


Zwischenzeitlich habe ich auch am zweiten kleinen Projekt weitergearbeitet, mein Klangregelbaustein für den PC-Verstärker ist jetzt fertig verdrahtet und bereit zur Probe. Ich werde ein kleines provisorisches Netzteil aufbauen um den Baustein zu testen, der Eingang kommt an den Kopfhörerausgang des Netbook und am Ausgang schliesse ich einen Kopfhörer an, dann höre ich auch sofort ob und wie stark oder nicht es brummt.




 
 

 
Der Klangregler arbeitet mit 2 Stück ECC83$



 
Zur Erinnerung hier die fertige Schaltung, die Kondensatoren C1 und C8 habe ich allerdings auf den Wert 0,1 mF vergrössert
 


Einkreiser mit Diodengleichrichtung: Zerrt weniger ist aber auch ein bisschen unempfindlicher:



 


 
Aus Dieffenbacher's Buch Miniaturempfänger
 

Nach dem kleinen Zwischenspiel mit dem Diodengleichrichter für ein Rückkopplungsaudion geht es zurück an den Klangregelbaustein. Nach verschiedenen Proben an meinen ECL 82 Verstärker für das netbook kam ich zu dem Entschluss, das dieser zwar astrein und völlig brummfrtei funktioniert, aber der Ausgangspegel nicht mit dem Eingangspegel der ECL82 harmoniert, der Austausch der ECC83 gegen die ECC82 brachte zwar eine gute Verbesserung, aber trotzdem kommt es schnell zur Übersteuerung des Verstärkereinganges. Der klangliche Effekt war zwar deutlich hörbar, aber ich sah letztendlich bei den verwendeten Lautsprechern nicht den Vorteil, jetzt wieder alles auseinanderzubauen um einen Klangregler einzubauen. Im Grunde müsste die zweite  ECC83 direkt eine EL84 oder EL90 ansteuern, dann würde das sicher gut passen, aber diesen totalen Umbau werde ich nicht vornehmen und kam zu dem Endschluss endlich für meinen Nachbarn einen Röhrenverstärker zu bauen, auf den er schon lange wartet und mich regelmässig an meine Aufgabe erinnert. Die Klangregelstufe steuert dabei eine EL81 in Triodenschaltung (vorerst!), ich hielt mir meine Optionen offen, sollte ich damit nicht zufrieden sein, kann ich schnell auf EL84-Pentode oder Triode umbauen, oder auf EL86, EL90 o.ä. Für die anderen Aü ist das Chassis schon vorgebohrt, auch das Netzteil ist bereits dafür ausgelegt. Zum Netzteil: Ich verwende 4 Stück PY82 um einen Graetzgleichrichter zu haben, der Industrietrafo liefert 220 V bei 130mA Strom, die Heizung der PY82 geschieht durch ein gut geschirmtes SNT mit 19V 2,42 A ( ein altes Laptopnetzteil, von denen ich genügend vorrätig habe mit den verschiedenen Spannungen), die EL81 werden in Serie geheizt mit einem zweiten kleinen SNT für 12V und 2 A Strom, die ECC83 des Klangregelbaustein benötigen 6 V 0,6A, die gewinne ich aus den 12V DC mit Hilfe eines LM317, für einen dritten Trafo war kein Platz mehr. Platzmässig ist bei mir wie üblich alles ausgereizt, der Umbau des Klangreglers auf 12 V Heizung wäre ein Riesenaufwand gewesen, zu dem ich keine Lust hatte. Immerhin beheize ich dann alles mit gut gesiebter Gleichspannung, das Chassis hat die Abmessungen 135mm x 200 mm und montiert immerhin 8 Röhren. In dem kleinen Türmchen auf dem Klangregler wird das Lotstärkepoti eingebaut (2 x 47K log.). Funktioniert alles kommt der Verstärker in ein Holzgehäuse- auf Wunsch meines Nachbarn-, das Gehäuse baut aber er.
Hier die ersten Bilder vom Rohbau:
 


 

Das Chassis von unten mit den beiden SNT für 19V und 12 V
Bei den Zwischenblechen werden die Ecken noch beschnitten. sodass die Kabel verlegt werden können
 


 

Seitliche Ansicht, hinten die PY82



Frontansicht mit dem noch nicht verlöteten und bearbeiteten Türmchen für den Lautstärkerregler, dahinter die Endröhren EL81


 

Gesamtansicht von oben, es geht eng zu, der Platz zwischen den Endröhren und dem Netztrafo ist noch vorgesehen für eine senkrecht montierten Siebwiderstand, den typischen Bratofix um die Anodenspannung einzuregeln



 
Die Heizung funktioniert und am Ladeelko sind schon 335 V




Der Verstärker ist ein guter Heizofen
 

Zwischenzeitlich habe ich das Radio für die Kiddies fertig gebaut, so bleibt es jetzt. Es funktioniert gut und wartet darauf das die Kids es anmalen:









Scherz beiseite, die Sache ist ernst, der typische Schildbürgerstreich der Politiker: öffentliches Bauvorhaben in einer Industriezone hier im Trentino, alle haben es gewusst, der Vermessungsing., der Bauleiter, die Baufirma, der Auftraggeber Gemeinde und Provinz Trentino. Strasse brandneu, sogar der weisse Mittelstreifen und Randstreifen und die Fusswege für die neue Industriezone bei Mori, Steuergelder verbraten für diesen idiotischen Streich. Kenne die Linie, sind 2 Linien parallell 138 KV für die Eisenbahnlinie Verona-Brenner, die Linie umzulegen kostet ca. 2 Mio Euronen. Da fällt einem nichts mehr ein, die existieren seit 50 Jahren diese Leitungen.


Neue Bastelidee:
Warum nicht einmal ein Radio mit Nuvistoren bauen, also schon mal im Keller Material aus den Grabbelkisten gesammelt und eine Nuvistortriode mit germaniumdiode als EBC Röhre verdrshtet und ausprobiert, die Lösung funktioniert sogar sehr gut.


 

Hier schon einmal die passenden ZF-Filter für das Radioprojekt



Mögliche Ankopplung einer Oszillatorspule mit einer Gimmick-Wicklung zwischen Kathode und Gitter einer Nuvistortetrode




Meine EBC Röhre mit Nuvistor



 
Diese Oscillatorspule habe ich auch noch




Aber nebenbei geht es auch am Verstärker weiter
 
Nuvistorradio, 2.Kapitel, die Wahl der Bauteile:

Für die amerikanischen Oszillatorspulen habe ich bereits den richtigen Drehko gefunden:




Bei den Amis wurden so gut wie immer unterschiedliche Plattenpakete verwendet, für den Antennenkreis circa 300 Pf und für den Oszillator zwischen 115 bis 150 pf, bei diesem Drehko bin ich universell, ich kann das Paket für den Oszillator zwischen 105 bis 147 pf einstellen, jeweils (oder eben nicht) bis zu 3 Pakete paralell schalten




Das vorläufige Schaltbild als Idee
 


Kurz zurück zum Verstärker, ich muss immer an 2 Fronten gleichzeitig arbeiten:
Das Brummproblem konnte jetzt endgültig und zu 100% gelöst werden, im Einzelnen so erfolgt:
Für die Heizung der PY82 ein 19 V 4,7 A SNT geschirmt und mit Erdanschluss, die Erde ist mit dem Chassis, der 19 V Ausgang DC für die Heizungen der 4 PY82 ist nicht mit dem Chassis verbunden, eine Verbindung zum Chassis gibt Brumm, hingegen die Erdung des Chassis an die gute Netzerde eleminiert auch den kleinsten Restbrumm, sofern die Heizung nicht mit dem Chassis verbunden ist. Für die Heizung der übrigen Röhren ein 12 V 2 A SNT geschirmt ohne Erdanschluss, habe kein Anderes. Verbindung der Heizung mit dem Chassis erhöht den Brumm, trotz Erdung des Chassis, bei Entfernen der Verbindung verschwindet auch der kleinste und noch so feinste Restbrumm im Kopfhörer. Konnte daher auch den 4700 müff Elko wieder entfernen. Die dritte Störquelle war Brummeinstreuung durch das Magnetfeld des Anodentrafos, dieser musste vom Chassis entfernt werden, und das Chassis leicht erhöht zum Trafo sein, Drehen des Trafos bringt absolut nichts. In der Position wie auf dem Foto, ist die Brummeinstreuung null komma nichts, der freigewordene Platz ist für eine Anodendrossel vorgesehen. Seitens der Anodenspannung möchte ich noch die Siebung der Vorstufe verbessern. Schaltungstechnisch funktioniert bisher alles mit einer EL84, allerdings bereits mit der Verdrahtung der EL82, es gibt keine Drosseln, keine Gridstopper und andere Tricks, es gibt einen Gitterableitwiderstand 1 Megohm, Gitterko 0,1 müff, Kathodenwiderling 165 Ohm mit 100 müff gebrückt und damit aus die Maus und alles funktioniert absolut störungsfrei. Damit ist das Ziel ereicht, es brummt nichts, es stört nichts, es oszilliert nichts. Der Rest sind jetzt Feinarbeiten für das kommende Wochenende. Wichtig ist es, das das Gehäuse nicht tiefer als 290mm wird, damit passt es noch in ein 300 mm Standardregal. Damit werden die Aussenabmessungen des Gehäuses 150x150x290 mm und das ist optimal für Mario's Küchenregal.


 


Fertiger Verstärker im Versuchsaufbau
 

Projekt abgeschlossen: Habe das Verstärkerchassis am meinem Freund übergeben, das Gerät funktioniert und kann nun ins Gehäuse eingebaut werden, die Feinarbeiten wie die Montage der Buchsen und Lautsprecherausgänge  und den Feinabgleich der Gegenkopplung machen wir dann zusammen.






  Das fertige Chassis, auf gute Belüftung ist zu achten!!!!