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Luxkalif Seite 11

Habe endlich einmal Zeit ein bisschen die Seiten zu erweitern.
Stelle hier einen kleinen alten Transistor-Weltempfänger aus den 60-iger Jahren ein, der mich mit seinem Fehler einen Haufen Zeit und Nerven gekostet hat.
Vorab: Es war wirklich ein ganz fieser Fehler in der NF-Endstufe, das Radio verzerrte bei der Wiedergabe. Durch puren Zufall fand ich dann den Fehler und nicht durch ellenlange Messerei und Probieren. Die kleine Zange zug den Anschlussdraht aus einem der beiden 2,7 Ohm Emitterschutzwiderstände einfach heraus, der war im Kohlekörper des Widerstandes nur noch lose drin und gab keinen richtigen Kontakt mehr, zur Vorsicht dann beide Widerstände gewechselt und das Radio spielte einwandfrei.

Der GE P990 "World Monitor" ist mit 17 Stück  Germaniumtransistoren bestückt, Wellenbereiche sind FM (UKW), 2 x KW, MW und LW.
Ich fand zum Glück auch den Schaltplan im Internet. Muss sagen, das das Radio sehr gut funktioniert und auf KW auch relativ empfindlich ist, obwohl die World Receiver, mit Röhren bestückt, erheblich stärkere Empfangseigenschaften besitzen. Nur haben diese alten Röhrengeräte nicht des FM-Band und von daher beschloss ich mir einen alten Transistor zuzulegen, um in meiner Sammlung auch ein altes Germanium-Teil zu haben. Das Gerät benötigt 9 Volt zur Stromversorgung, entweder Baby-Batterien oder ein Netzteil, das ich schnell selbst baute, LM 317 gibt es schliesslich genug und überall zu kaufen.
 




Der Übeltäter: Innen im Widerstand gab es nur noch schlechten Kontakt, da floss der Emitterstrom nicht mehr richtig, und das Radio verzerrte bei der Wiedergabe, vor allem bei geringer Lautstärke.
 




Ansicht des General Electric "World Monitor"





Rückansicht: In der Tasche ist die Bedienungsanleitung, ausserdem Antennenkontakte (FM und KW/MW), Kopfhörerausgang und Netzteilbuchse





Die Skala ist noch perfekt, bei der Wellenumschaltung bewegt sich der rote Zeiger auf das jeweilige gewählte Band (rechts im Bild), der kleine rote Knopf links ist die Skalenbeleuchtung, die optional durch Drücken zugeschaltet werden kann.
Das Gerät besitzt AFC für FM und Feintuning für die KW-Bereiche

 
 
Die VT-52 Triode, eine kleine Story:

 
 
Die 2C45 war der Ursprung dieser Röhre, die US-Army entwickelte daraus die VT-52 (in den Labors der WE), die 45 oder 45Special hat mit dieser Röhre absolut nichts zu tun, das ist eine der vielen Irrmeinungen, niederohmige Gitterwiderstände sind bei den alten Sendetrioden immer angesagt.BTW: US-Army = Airforce, die eigenständige US-Airforce kam erst später.
Diese Röhre wurde zuerst in den Aufklärern und Wetterflugzeugen im Pazifik eingesetzt ab 1938, nach der Erprobungsphase gibt es dann das Betriebs- und Servicemanual upgedatet bis 09/1943 (TM11-200)
Die Röhre hatte niemals 6,3V Heizspannung, sie hatte exakt 6V-DC laut Daten, die Paralell- oder Serienheizung war eine Forderung der Militärs, da die ersten Bordgeneratoren 12V-14 DC abgaben (Schaltung der Röhren paralell-seriell 2+2), die späteren Ausführungen 24-28DC, die Sendeempfänger hatten einen Umschalter von 12 auf 24V ( 4 x seriell aller Röhren) und waren damals universell verwendbar. Im Gerät mussten alle Röhren uneingeschränkt untereinander austauschbar sein, auch im operativen Betrieb, ohne Abgleichungen. Eine erhöhte Heizspannung war zugelassen für max.5 Minuten (max. 7 V) während der Warmlaufphase der Motoren und Abgleich der Bordgeneratoren und Einregelung der Bordspannungen, daraus auch die verschiedenen Ua-Spannungen: Die normale Betriebsspannung war 220V-DC, während der Warmlaufphase der Motore max. 250V-DC des Bordumformers. Wichtig ist: Sie war nur für DC-Heizung gebaut.
Die AF-183 Anlagen und die ganze Familie waren bereits ab 1942 veraltet und wurden durch andere Geräte nach und nach ausgetauscht. Einzelne Squadrons mit diesen Geräten gab es auch bei den Mittelmeereinheiten und 1944 sogar noch im Atlantik, sogar die Beefs hatten noch diese Geräte in den "Leihflugzeugen" der US-Army.
Die einzige verlässliche Quelle ist das TM11-200 der US-Army, dieses Manual war lange Zeit geheim (warum weiss keiner für diesen alten Schrott).
Die ersten NF-Anwendungen gehen auf Hiraga zurück (1978-79) als Alternative zu amps mit der 2A3-Monoanode.
Größte Hersteller der Röhre waren Hytron und WE während des Krieges.
Zu den MIT-Daten: Die wurden gefüttert mit dem Brei, den die Militärs damals weitergaben, auch nach dem Kriege, die Produktions- und Herstellungsdaten dieser Röhre waren auch nach dem Kriege noch lange Zeit geheim.
Nutzt man sie innerhalb der Specs ist das eine sehr feine und sehr lineare Triode mit einem hervorragenden Klang, aber geringer Leistung.
Der Unterschied EL32 und 2C45special (das war ihr Originalnahme zu Beginn, von daher der Irrsinn mit der 45special) liegt im Unterschied der VT Bezeichnungen US/GB: VT-52 und VT52.

Das TM 11-200 ist heute eine ziemliche Rarität, obwohl es auf über 250 Seiten die beste aller Beschreibungen der Triode VT-52 hergibt. Im WEB wird über diese Röhre, wie gesagrt, viel Unsinn verbreitet.
Wer sie hat und damit einen amp bauen möchte, sollte sie mit 6 Volt DC betreiben und die Ua wirklich nicht über 220 V fahren. Höhrere Spannungen hält sie nur kurzfristig aus.
Es gibt viele Abwandlungen der Radio-Sets , in denen diese Röhre ab 1932 verwendet wurde. Ich stelle hier beispielhaft nur einige Fotos ein:
 


 
 




Der kleine Dyna Motor , der alle Spannungen lieferte.






Gesamtansicht der Anlage, die in den US-Flugzeugen montiert war






Frontansicht eines Senders der Serie AE oder AN





Die Röhren VT-52 , wie sie im Chassis montiert waren


Neuer Beitrag - 28 September 2013

Ein wirklich guter Batterie- oder Spannungswächter:

Die angebotenen Spannungswächter haben alle einen Nachteil: Sie schalten zwar einstellbar ab, aber die Zuschaltspannung ist nicht einstellbar. Ausserdem haben sie einen enormen Nachteil: Sie oszillieren: Erholt sich die Batterie nach kurzer Zeit der Abschaltung, schalten sie wieder zu, obwohl die Batterie nach wie vor leer ist, was bedeutet das ein dauerndes klick-klack des Relais zu hören ist, das abschaltet, wieder zuschaltet, wieder abschaltet usw.usw.
Diese amerikanische Schaltung hilft das Problem zu lösen, man benutzt den NE555 dafür.

Ausserdem bietet die Schaltung  die Möglichkeit, die Zuschaltspannung auch auf über 13-14 Volt zu kalibrieren. Obwohl nicht temperaturkompensiert, funktioniert die Schaltung bei mir seit Jahren, man soll ja nicht mit schweren Haubitzen auf Erbsen schiessen. Gebraucht wird die Schaltung bei mir vor allem in der Berghütte im Winter, da ist die Temperatur am Abend eh immer egal, das heisst einmal richtig eingestellt, funzt die Sache begnadet. Ich benutze auch keinen Mosfet am Ausgang, sondern ein Relais, da sind die Verhältnisse immer klar. Geht die Batterie in die Knie schaltet sie zuverlässig ab, ich habe bei meiner FG-AGM Batterie 11,5 Volt eingestellt und die Zuschaltung bei 13,6 Volt. In der Zwischenzeit fahre ich mit einen kleinen superleisen Benzingenerator mit E-Starter (die Ehefrauen lieben es bequem), der mit der automatischen Umschaltung der Reglerplatine der Fotovoltaikanlage ( auch von mir konstruiert) die Stromversorgung sicherstellt, falls notwendig, und natürlich gleichzeitig die Batterie mit einem intelligenten Ladegerät wieder läd.
Das Ganze funktioniert seit Jahren, ist preiswert und vor allem zuverlässig.
Hier die Schaltung, erprobt und funzt begnadet:





Die gleiche Schaltung mit einer Auto-Halt Funktion des Arbeitsrelais 2:




Wie es funktioniert: Die Auto Halt Funktion ist sehr sinnvoll, da die Batteriewächter allgemein immer oszillieren, eine leere Batterie erholt sich nach der Abschaltung der Verbraucher sehr schnell und erreicht den Zuschalt Schwellwert von circa 13 Volt in wenigen Minuten. Die Batterie ist aber noch leer, das heisst bei erneuter Zuschaltung der Verbraucher schaltet ein Batteriewächter wieder sehr schnell ab, das Ganze fängt an zu oszillieren, und das ist ja nicht der Sinn der Sache.
Um das zu verhindern, benötigt man für Relais 1 eine Ausführung mit Wechsler und für Relais 2 einen Typ mit 2 Wechslern.
Bei Zuschaltung der vollen Batterie, also grösser als 12,5 Volt schaltet der Transistor BC547 durch und das Relais 1 zieht an, der Kontakt 1 schliesst und trennt damit das Relais 2 ab. Dessen Kontakte ( Hinweis: Alle Kontakte sind im Ruhezustand gezeichnet!) verbleiben dann auch im Ruhezustand, das heisst die Verbraucher bekommen Strom aus der Batterie. Sinkt jetzt die Spannung der Batterie unter den voreingestellten minimalen Wert ( in meinem Falle 11,5 Volt) sperrt BC547 und das Relais 1 fällt ab, dabei schliesst es aber den Stromkreis für das Relais 2, das zieht jetzt an ( leicht verzögert durch den Elko, dieser verhindert, das beim Einschalten der Platine, Relais 2 über den Ruhekontakt von Relais 1 einen Schaltimpuls bekommt!), kurz und gut Relais 2 zieht an, trennt die Verbraucher (K3) und über seinen Kontakt K2 hat es eine Auto Halt Funktion, egal ob jetzt Relais 1 wieder zumschaltet, das heisst anzieht, Relais  2 verharrt in seiner Position, es geht nicht in den Ruhezustand zurück, schaltet also die Verbraucher nicht zu!
Die Zurücksetzung des Relais 2 erfolgt manuell über den Taster NC, hat man sich vergewissert, das die Batterie wirklich geladen ist, unterbricht man den Stromkreis für das Relais 2, dieses fällt in den Ruhezustand zurück und schaltet die Verbraucher wieder zu.
Im Grunde genommen benutzt man ein invertiertes Signal der Steuerplatine, deswegen benötigt man auch als Relais 1 auch eine Ausführung als Wechsler oder zumindest mit einem Öffnerkontakt.


Layout und Platinenvorschlag:



Viel Spass beim Nachbauen......

Zwecks Komplettierung hier noch die Umschaltplatine von der Fotovoltaikanlage auf die Generatorstromversorgung:








Neues Projekt:
Habe mir vor einiger Zeit ein kleines Netbook V5-121 zugelegt, das funzt ja sehr gut, aber der eingebaute Stereo NF-Verstärker mit seinen kleinen Mini-Speakern ist nicht der Höhepunkt, des wegen werde ich mir spasseshalber einen kleinen Röhren Brüllwürfel amp bauen. Der ganze Verstärker wird aus vorhandenen Teilen im Keller oder Schrottteilen vom Werthof aufgebaut, nach einigen Überlegungen und Platzknobeleien passt auf das vorhandene Zinkblech Chassis eines alten Antennenverstärkes die Schaltung für 2 x ECL82 plus EM87 Austeuerungsanzeige und unter dem Chassis das Netzteil. Für dieses war vorhanden ein uralter italienischer Trenntrafo 220V primär und 160 Volt secundär bei 30VA Leistung und ein kleiner Heiztrafo 220V primär und 6,3 V 3 A secundär. Als Ausgangsübertrager fiel die Wahl schlussendlich auf 2 gleiche Universalübertrager 2,5K-5k-10K primär und 4 Ohm secundär. Zur Not habe ich auch noch kleiner bauende Geloso-Übertrager 7K - 4 Ohm, aber erst einmal bleibt es bei der ersten Auswahl. Der ganze Verstärker hat die Abmessungen 150mm lang, circa 150mm hoch und baut  60 mm tief.
Noch sind nicht alle Probleme gelöst, so ist z.B. die Innen-Bauhöhe des Chassis lediglich 24mm und ein entsprechend klein bauendes Stero-Poti konnte in den verschiedenen Grabbelkisten noch nicht aufgefunden werden, bei den erforderlichen Netzteil Elkos sieht es schon besser aus, als Eingang kommt eine 3,5mm Stereoklinkenbuchse, als Ausgänge 2 Stück 3,5 mm Mono Klinkenbuchsen.
Habe jetzt einmal alle grossen Bauteile provisorisch gestapelt und stelle hier die ersten Fotos ein. Das gesamte im unteren Bereich befindliche Netzteil wird mit Buchenholz Furnier 3mm stark verkleidet und bildet somit den Sockel des Verstärkers, der obere Teil bleibt in Sicht, nur die Anschlüsse der Übertrager müssen natürlich isoliert werden, circa 170-200 Volt Anodenspannung sind nicht sehr gesund bei zufälliger Berührung, aber diese Randprobleme löse ich später. Habe dann noch 2 kleine neue 4-ohmige Breitbandlautsprecher 8 Watt gefunden, Durchmesser 130mm, ist also das Lautsprecherproblem auch schon gelöst. Die EM87 Aussteuerungsanzeige ist dabei ein kleiner optischer Kick, das eleminierte mir zwar die Gleichrichterröhre mangels Platz, aber ich entschied mich dann doch für eine EM-Röhre.
 
 

 
 
 


 
 
Frontansicht des kleinen Verstärkers, der gesamte untere Teil wird verkleidet.







Seitenansicht links





Seitenansicht rechts, der graue Trafo unten ist der alte italienische Trenntrafo






Arbeitsfortschritt um 21.50






Morgen abend geht es weiter.
Arbeitsfortschritt: Es leuchten die Röhren und die Ua Versorgung ist auch schon gebaut, neue Bilder:





Im Dunkeln das schöne rote  Leuchten der Röhren





Und hier bei Beleuchtung





Chassis von unten, die Ua Versorgung funktioniert schon bis zu den Anoden der Trioden





Provisorisch montiert auf dem unteren Chassis.
 


Arbeitsfortschritt am 26.10.2013: Es leuchtet schon die EM84 und reagiert gut am Signaleingang. Ich hatte noch isolierte Keramiklötstützpunkte in einer Grabbelkiste gefunden, die hier jetzt sinnvoll eingesetzt werden.




Gesamtaufbau, sehr praktisch, das man das Netzteil unter dem kleinen Verstärkerchassis abklappen kann




Langsam drängen sich die Bauteile unter dem kleinen Chassis, kürzeste Verbindungen sind angesagt, der Massebus ist schon verlegt und die Lötstützpunkte helfen sehr bei der Verdrahtung





Die EM 84 leuchtet schon und reagiert gut am Signaleingang
Neuer Arbeitsfortschritt am 30.10.abends:

Chassis ist jetzt bis auf den Eingangsbereich fertig verdrahtet, das neue kleine Poti liegt schon links unten im Bild bereit, langsam wird es wirklich eng. Der rote Draht führt zum G1 der Triode der Röhre 2, an den Lötstift kam ich nicht mehr heran und Platz für einen Koppel-Ko war da eh nicht mehr. Bisher schwingt allerdings nichts, muss noch die Gegenkopplung verdrahten, aber das kommt ganz zum Schluss.



Verdrahtung zu 99% beendet, fehlt noch das Poti und die GK anzuschliessen

Muss mich zwischendurch für eine Schutzschaltung einer Life Battereie interessieren:

Müsste ich umbauen auf 28V Abschaltspannung: